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Die Apfelsorte Rubinola vereint viele verschiedene Aromen - Dieser leicht säuerliche Apfel macht Spaß und wird von mir eingeschränkt empfohlen

Im nächsten Teil meines Apfel-Reviews widme ich mich nach dem Alkmene nun der Sorte Rubinola. Wenn ich bedenke, dass wir uns noch am Anfang der Apfelernte befinden und ich bereits jetzt schon bei jedem Gang über den Markt eine neue Sorte für meine Testreihe mitnehme,
Rubinola hat ein sehr interessantes Farbkleid, was grün und rot gleichermaßen vereint. Die grüne Farbe deutet bereits an, dass sie zu den leicht säuerlichen Vertretern aktueller Züchtungen zählt.
Rubinola hat ein sehr interessantes Farbkleid, was grün und rot gleichermaßen vereint. Die grüne Farbe deutet bereits an, dass sie zu den leicht säuerlichen Vertretern gehört.
dann möchte ich im Moment noch gar nicht wissen, was zur Hochzeit der Apfelernte auf mich zukommt.

Die Apfelsorte Rubinola ist in Tschechien entstanden und eine Kreuzung aus "Rubin" und "Prima". Sie ist eine neue Züchtung, welche mit dem Ziel entstand, Resistenzen aus zumeist wildwachsenden Apfelsorten in die Äpfel zu übertragen. Die Früchte sind in der Regel mittelgroß, können manchmal aber auch etwas kleiner ausfallen. Im Gegensatz zur Sorte Alkmene ist diese Sorte zumeist grün-rot gefärbt, wobei auch er bei entsprechender Reifung eine zumeist rote Farbe annimmt. Er weist äußerlich kaum einen Makel auf. Auf den ersten Blick ein sehr attraktiver Apfel. Kann er dies denn auch in der Verkostung bestätigen und sind seine inneren Werte ebenso so makellos?

Kann die Sorte Rubinola an die bereits als hervorragend getesten Sorten heranreichen?
Alle von mir getesteten Seiten findet Ihr auf dieser Übersichtsseite.

Der Geschmack, Süße und Säure, Saftigkeit

Der Rubinola ist eine erfrischende Alternative zu den Supermarktäpfeln und wird vor allem Fans der säuerlichen Äpfel für sich gewinnen können. Trotz alle dem ist die Süße zu schmecken.
Der Rubinola ist eine erfrischende Alternative zu den Supermarktäpfeln und wird vor allem Fans der säuerlichen Äpfel für sich gewinnen können. Trotz alle dem ist die Süße gut zu schmecken.
Mit dieser Sorte habe ich wieder einen ganz guten Griff gelandet. Überhaupt bin ich erstaunt, dass ich seit Erntebeginn in dieser Saison noch keine Apfelsorte getestet habe, die mich enttäuscht hat.
Diese Sorte ist ein Vertreter der säuerlichen Fraktion. Die Süße kommt bei dem Rubinola nicht so gut zum Tragen, weshalb er eine säuerliche Grundnote hat. Das Aroma ist nicht flach und eintönig, sondern würde ich als interessant und vielschichtig bezeichnen. Für meinen Geschmack bietet er ein sehr spannendes Zusammenspiel vieler verschiedener Aromen. Damit hebt er sich positiv vom Einheitsapfel aus dem Supermarktregal ab.
Zu der säuerlichen Grundnote sei noch gesagt, dass sie nicht sehr stark ausgeprägt ist und der Gaumen sich Schritt für Schritt daran gewöhnt. Also auch Süß-Fans wie ich können mit dem Rubinola gut klar kommen.
Seine Saftigkeit ist auch wie bei den Vorgängern ganz normal und in keinerlei Hinsicht positiv oder negativ auffällig.

Schale und Fruchtfleisch


Beim Rubinola ist die Schale fester als bei den meisten Äpfeln. Bei den aktuell frischen Äpfeln sorgt das für ein schönes knackiges Mundgefühl. Das Fruchtfleisch folgt der Schale und bekommt von mir auch die Einstufung etwas fester als der Durchschnitt.
In der Draufsicht kann man gut erkennen, dass der Rubinola nicht frei von Makeln ist. Dies beeinträchtigt den Genuss aber keineswegs.
In der Draufsicht kann man gut erkennen, dass beim Rubinola bei entsprechender Reifung die Farbe rot dominiert.
Aber im Gegensatz zum Mutsu, den ich eher unangenehm fest fand und der bei mir ein unangenehmes Gefühl beim reinbeissen verursacht hat, ist diese Sorte sehr gut zu essen. Keine Probleme mit Zahnfleischverletzungen oder ähnlichem.

Lagerung


Der Rubinola kann gut ein paar Tage in der warmen Küche liegen. Bei uns hat er zwischen 1 und 1,5 Wochen gut gehalten, ohne dass die Qualitätseinbussen zu stark gewesen wären. Länger sollte man ihn aber auf keinen Fall liegen lassen, denn dann wird auch er zunehmend weicher, weniger fest im Fruchtfleisch und trockener. Also auch bei dieser Sorte gilt baldiger Verzehr garantiert maximalen Geschmack!

Die Apfelsorte Rubinola. Frisch aus der Ernte ist sie eine saftige leicht säuerliche Ergänzung im Obstkorb. Diese neuere Züchtung eignet sich gut für die Lagerung in der heimischen Küche.
Die Apfelsorte Rubinola. Frisch aus der Ernte ist sie eine saftige leicht säuerliche Ergänzung im Obstkorb. Für die Lagerung in der Küche durchaus geeignet.

Mein Fazit


Für mich ist der Rubinola kein Apfel, von dem ich immer etwas zu Hause haben muss. Trotz seiner nur leicht säuerlichen Note gibt es für meinen süßen Gaumen bessere Sorten. Vom Aroma her konnte er mich allerdings vollends überzeugen. Er schmeckt sehr interessant und lässt mich mit seinen vielen verschiedenen Aromen fast vergessen, dass ich einen säuerlichen Apfel esse.
Wer eine säuerliche Note mag, dem sei diese Sorte unbedingt ans Herz gelegt! Für Euch ist diese Sorte eine Empfehlung von mir. Seine Lagereigenschaften sind gut und man muss nicht täglich ein Apfel essen, wenn man den Rubinola im Hause hat. Er wartet gerne ein paar Tage auf seinen Auftritt.


Süße
Säure
Geschmack
Saftigkeit
Fruchtfleisch
Schale
Gesamteindruck

  • Vielschichtiges Aroma, was den gewissen Reiz ausmacht
  • Mit verleidet die leicht säuerliche Grundnote den Genuss am Rubinola
  • Unter den säuerlichen Testkandidaten aber defintiv einer der Besten
  • Für manch einen unter Euch könnte die Schale und das Fruchtfleisch zu fest sein
  • Man muss wissen, dass er eine leicht säuerliche Grundnote hat

Weiterführende Links zu der Apfelsorte Rubinola:

Kommentare

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Ulli am :

Ulli..und wie sieht es mit der Allergieverträglichkeit aus? Auf was wurde er veredelt?

Jens Backhaus am :

Jens BackhausHallo Ulli,

eine sehr gute Frage!
Ich wurde selber erst vor 2 Wochen auf die Allergieverträglichkeit im Hinblick auf neue und alte Sorten durch eine Bekannte gestoßen.
Im Moment informiere ich mich allgemein wie das alles zusammenhängt und woran man was erkennen kann.
Aber in dem Fall gehe ich mal explizit hinterher und versuche das in Erfahrung zu bringen.
Danke für diese wichtige Frage!

Gruß und bis in Kürze,
Jens

Felix am :

FelixHabe den Rubinola, der Ende August bis Mitte September pflücktreif ist, jetzt gerade ausprobiert. Ich empfinde ihn eher als süß ohne viel Aroma. Obwohl ich eher süße Äpfel mag, kommt er mir wegen zu wenig Aroma etwas langweilig vor.

In der Bioladenkette bei mir um die Ecke gehört Rubinola zu den ersten und einzigen Frühsorten, obwohl es solche seit Ende Juli gibt. Die Discounter verkaufen gar keine Frühsorten. Die leckere Vielfalt ist wohl nur in Hofläden zubekommen?

Felix am :

Felixmit KORREKTUR:

zu den ersten der wenigen angebotenen Frühsorten

Habe den Rubinola, der Ende August bis Mitte September pflücktreif ist, jetzt gerade ausprobiert. Ich empfinde ihn eher als süß ohne viel Aroma. Obwohl ich eher süße Äpfel mag, kommt er mir wegen zu wenig Aroma etwas langweilig vor.

In der Bioladenkette bei mir um die Ecke gehört Rubinola zu den ersten der wenigen angebotenen Frühsorten, obwohl es solche seit Ende Juli gibt. Die Discounter verkaufen gar keine Frühsorten. Die leckere Vielfalt ist wohl nur in Hofläden zu bekommen?

Jens Backhaus am :

Jens BackhausDanke für Dein Feedback zu meiner Erfahrung!
Nach deiner Schilderung werde ich demnächst nochmal gegentesten. Waren Deine Exemplare ähnlich gefärbt wie meine auf den Fotos? Oder waren sie heller oder gar roter?
Ich kaufe keine Bio-Äpfel, allerdings bei einem Bauern auf dem Markt, der sie immer frisch erntet, wenn Saison ist. Ist weiß nicht wie lange die Lieferkette für solche Exemplare ist, falls man sie im Supermarkt kauft. Aber eine lange Lieferkette kann sich sehr gut auf den Geschmack auswirken. Bei einigen Sorten ändert sich der Geschmack sehr stark, wenn man sie im frischen Statdium bzw. nach kurzer Lagerung vergleicht.
Ich denke es wäre aber noch einen Versuch wert, mal die Äpfel vom Bauern gegen die im Supermarkt zu testen. Mal sehen was dabei herauskommt.

Ich danke Dir vielmals für Deine Hinweise!

Robert am :

Robertich habe seit Jahren Rubinola, ich gebe euch recht das der Apfel Anfang September zwar genussreif ist aber wenig Geschmack hat.

Meine Ernte beginnt ende September bis mitte Oktober, dann ist es für mich und meine Apfelfreunde der beste Apfel überhaupt.
Der Apfel hat ein Muscat Aroma ist extrem saftig und nicht zu hartfleischig.
Ich habe schon mehrere Rubinola verkostet die nicht mit meinen vergleichbar waren, ich vermute es liegt an Boden und am Klima
(Franken)

Jens Backhaus am :

Jens BackhausDanke für Deinen Hinweis, Robert!
Ich sollte vielleicht mal drüber nachdenken, diese Sorte zu späterer Zeit nochmal zu verkosten. Damit habe ich wieder eine Hausaufgabe bekommen, das freut mich :-)

Gruß,
Jens

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