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Mit dieser frischen selbst gemachten Dinkelpasta hält ein ganz neuer Geschmack in die Nudelküche Einzug - Wir sind vom Geschmack überzeugt und werden nun öfter Dinkelnudeln essen

Ich fürchte so langsam habe ich einen Ruf weg, der aber auch abzusehen war. Im Reich des Facebooks nannte man mich neulich den "Nudelmenschen". Es scheint mittlerweile wohl der eine oder andere gemerkt zu haben, dass ich eine kleine, wenn auch so langsam nicht mehr heimliche, Leidenschaft habe. Um diesem Ruf gerecht zu werden, habe ich .... eine neue Pastakreation für Euch.
Frische selbst gemachte Bandnudeln aus Dinkel schmecken zurückhaltender als aus Hartweizengrieß.
Frische selbst gemachte Bandnudeln aus Dinkel schmecken zurückhaltender als solche aus Hartweizengrieß.
Diesmal nehme ich auch all die in den Kreis der Pasta-Enthusiasten mit auf, die sich nicht nur auf Hartweizen fokussieren möchten. Für Euch ist es nicht einfach abwechslungsreichere Pastagerichte auf den Tisch zu bringen, weil Nueln in den allermeisten Fällen, im Supermarkt sowieso, aus Hartweizen jeglicher Form besteht oder diesen beinhaltet.

Aber das muss nicht sein! Es geht auch vergleichsweise einfach ohne Weizen, wenn gleich man sich dann auf einen leicht anderen Geschmack einstellen muss. Nachdem nun als Weizenersatz der Dinkel in die Backstuben ganz groß Einzug hält, machen wir diesem Getreide auch den Weg in die Küche der herzhaften Genüsse frei! Es gibt heute ein Grundrezept für frische selbst gemachte Dinkelpasta, die wirklich zu sehr viele Anlässen passt. Sie ist etwas einfacher herzustellen als Hartweizenpasta. Geschmacklich ist sie zwar eine andere Liga, aber mir gefällt sie sehr gut. Der Geschmack ist nicht zu extravagant oder speziell, sondern sie schmeckt etwas zurückhaltender mit einem dennoch eigenen Charakter. Ich denke bei uns wird sie noch viele Pastagerichte begleiten!

In der Backstube ist Dinkel nicht das einfachste Getreide, weil es deutlich anders zu handhaben ist. Es muss beim Backen auch auf spezielle Herangehensweisen geachtet werden, damit Backwaren aus Dinkel nicht zu schnell trocken werden.
Bei der Pasta verhält sich der Dinkel aber genauso wie der Hartweizen. Für alle, die bereits mit der Pastaherstellung auf Basis von Hartweizen vertraut sind vorab eine beruhigende Nachricht: Ihr könnt genau so weiter machen wie bisher. Lediglich in der Teigherstellung man muss sich ein wenig umstellen. Das erläutere ich in Folge aber noch detailliert.

Was kosten die Zutaten?


Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 350g Dinkelmehl Type 630
  • 135g Wasser



Wieviel Kalorien hat das Gericht?

Kalorien für das gesamte Rezept:

Portionsgröße: 2 Portionen
Gesamte Zubereitungsdauer: 1:30 h




1) Teigherstellung

25
Auch dieser Pastateig ist in der Herstellung allen anderen Teigen sehr ähnlich. Grundsätzlich gilt es bei diesem Rezept für einen Pasta-Grundteig das Mehl und das Wasser zu einem Teig zu verarbeiten.
Aus nur zwei Zutaten machen wir leckere frische Dinkelpasta!
Aus nur zwei Zutaten machen wir wohlschmeckende frische Dinkelpasta!
Weil wir diesmal aber nicht mit Hartweizen arbeiten, gibt es dennoch ein paar Dinge auf die ich zuvor hinweisen möchte. Bei den bereits beschriebenen Teigen aus Hartweizen geht die Herstellung sehr schnell. Es wird nur alles grob zu einem Teig verarbeitet und das war es.
Bei diesem Teig aus Dinkelmehl solltet Ihr dem Knetvorgang etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Es geht darum, dass wir am Ende einen richtig seidigen/wolligen Teig bekommen, der sich wunderbar geschmeidig und überhaupt nicht widerspenstig verarbeiten lässt.

Um einen solchen Teig zu erhalten, gilt es den Teig sorgfältig und in Ruhe zu kneten. Wer schon mal Brot oder Brötchen hergestellt hat weiß wovon ich rede. Mit der Zeit wird der Teig immer geschmeidiger bis er schlussendlich perfekt ist. Aber wie bereits beschrieben braucht das Zeit und ist nicht in 2 Minuten erledigt. Man bekommt die Zutaten sicherlich auch sehr schnell zusammengeknetet, dann hat der Teig aber leider nicht die gewünschte Konsistenz.

Wenn man mit dem Kneten beginnt, kann man kaum glauben, dass daraus mal ein Teig wird.
Wenn man mit dem Kneten beginnt, kann man kaum glauben, dass daraus ein Teig wird.
Für unseren Pastateig aus Dinkel nehmen wir das Mehl und das Wasser und geben beides in die Schüssel der Küchenmaschine. Wenn Ihr keine Küchenmaschine habt, dann gebt Ihr alles in eine Küchenschüssel und benutzt in Folge den Handmixer. Für Enthusiasten der Handarbeit geht es auch gänzlich ohne Maschinen, es wird nur etwas anstrengender.
Wenn alle Zutaten in der Rührschüssel sind stelle ich unsere Küchenmaschine mit dem Knethaken auf Stufe 2 von 4 und lasse die Maschine alles gut verkneten. Weil wir sehr wenig Wasser für die angegebene Mehlmenge benutzen, dauert es entsprechend länger bis alles schön miteinander verknetet ist. In meinem Fall dauert es 15 bis 20 Minuten, bis sich diese glänzenden und seidigen Teigklumpen ergeben.
Je nach Küchenmaschine kann es schneller gehen bzw. etwas länger dauern. Da müsst Ihr ein wenig schauen wann der Teig bei Euch vermeintlich soweit ist.

Am Ende des Knetvorgangs sieht es schon besser aus. Jetzt muss nochmal ein bisschen Hand angelegt werden.
Am Ende des Knetvorgangs sieht es schon besser aus. Jetzt muss nochmal Hand angelegt werden.
Leider schafft die Küchenmaschine es auch hier nicht einen einzigen Teigklumpen zu kneten. Das Wasser ist einfach zu wenig dafür. Man kommt bei solchen Teigen also nicht um die gute alte Handarbeit herum. Damit Ihr ein Gefühl dafür bekommt, wieviel auch nur kleinste Menge Wasser hier bewirken kann sei erwähnt, dass schon 5ml mehr Wasser in diesem Teig dazu führen, dass er von der Küchenmaschine fast komplett zu einem Stück Teig geknetet wird. Allerdings ist er mir dann für die weitere Verarbeitung ein wenig zu feucht.

Wenn der Teig die Konsistenz wie auf dem Foto angenommen hat, kann Küchenmaschine ausgeschaltet werden. Wichtig hierbei ist, dass die Teigfragmente schön glänzend, trocken und seidig weich sind.
Schön wollig und sedig ist der Teigling nach dem Kneten.
Schön wollig und sedig ist der Teigling nach dem ausführlichen Kneten.
Gebt den Inhalt der Rührschüssel auf die Arbeitsplatte und knetet Ihn nun mit den Händen zu einen homogenen Teig. Das dauert nochmal bis zu 5 Minuten. Weil die Küchenmaschine aber ausreichend Zeit bekommen hat, ist der Teig sehr leicht zu kneten. Er zerfällt nicht, ist nicht fest und klebt auch nicht - sozusagen ein idealer Teig.

Das Ergebnis ist nun ein perfekter Pastateig. Diesen rollt Ihr in Frischhaltefolie ein und lasst ihn 30 Minuten ruhen.
Bitte legt ihn wie alle anderen Pastateige dafür nicht in den Kühlschrank! Das zerstört die wunderschöne Konsistenz und er wird unnötig hart.
Der Pastateig aus Dinkelmehl ist fertig und ruht nun 30 Minuten.

2) Pasta formen

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Um aus diesem Teig nun eine formvollendete Pasta zu bekommen, könnt Ihr nach dem Rezept für den Hartweizengrieß-Grundteig weiter arbeiten. Dort geht es ab Schritt 3 für Euch weiter.
Bei diesem Teig könnt Ihr Euch den dort beschriebenen Trocknungsvorgang nach dem Formen der Grundplatten getrost schenken. Für diesen Dinkelteig ist keine Form von Trocknung mehr notwendig, der kann gleich direkt bis zum Kochtopf weiter verarbeitet werden.
Ich verwende für das Walzen und Formen der Nudeln immer eine Nudelmaschine. Mein liebstes Helferlein, die Mercato Atlas 150, habe ich Euch hier einmal vorgestellt

Zu einem seidigen und wolligen Teig geknetet ist Dinkelpasta sehr einfach herzustellen.
Zu einem seidigen und wolligen Teig geknetet ist Dinkelpasta sehr einfach hergestellt.
Pasta schmeckt am Besten wenn sie frisch ist. Von daher empfehle ich Pasta immer direkt nach der Herstellung zu kochen. Oder anders gesagt lohnt es sich immer wieder die hier beschriebene Arbeit vor dem Genuss zu investieren, denn mit frischer Pasta schmeckt das Essen gleich viel besser. Bitte achtet darauf, dass diese Pasta aus normalem Getreidemehl eine sehr kurze Garzeit hat. Ich stelle den Kochtopf mit dem Wasser immer auf die höchste Stufe. Wenn das Wasser sprudelt kommen die Nudeln hinein. Wenn es danach wieder anfängt zu sprudeln sind die Nudeln bereits fast al dente. Also achtet bitte darauf wie Euer Herd oder Kochtopf sich verhält. Das Zeitfenster ist bei solch einer Pasta sehr kurz.

Ich wünsche Euch einen guten Appetit! Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich wissen lasst wie Euch die Dinkelnudeln geschmackt haben. Ich bin schon sehr gespannt.
Die Pasta ist nun in die gewünschte Form gebracht und kann direkt gekocht werden! Frisch schmeckt Pasta immer noch am besten ...


Aufstellung der Garzeiten:

KomponenteGarmediumEinstellungenZeit
NudelnHerdKochen1 - 2 Minuten

Gesamtkosten der Zutaten wie oben angegeben:



Folgende und ähnliche Hilfsmittel wurden zum Herstellen dieser selbst gemachten Dinkelpasta nach dem oben genannten Rezept verwendet:



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Kommentare

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Hausmus am :

HausmusDas ist wirkllich ein tolles Rezept. Ich habe einen Esslöffel Sojamehl dazu gegebn. Dann bindet der Teig prima.Danke fürs Rezept und guten Appetit. ..... bei uns nachher als Tortellini an Pfifferingen.

Jens Backhaus am :

Jens BackhausDas freut mich sehr, Hausmus.
Und wie war es mit den Pfifferlingen? Hat es geschmeckt?
Kannst Du mir nochmal kurz erläutern, welchen Effekt genau die kleine Zugabe von Sojamehl hatte? Vielleicht wäre das auch mal eine sinnvolle Beigabe bei dem einen oder anderen neuen Teig.

Gruß,
Jens

Hausmaus am :

HausmausDas Sojamehl ersetzt die Eigenschaften von einem Ei. Es hilft, den Teig harmonisch zu binden. Mit den Pfifferlingen war es natürlich lecker.
Sonnige Grüße
Hausmaus

Jens Backhaus am :

Jens BackhausDanke für die Info, Hausmaus!
Ich werde es mal versuchen, ist für mich noch Neuland :-)

Gruß,
Jens

lotta kompotta am :

lotta kompottaIch möchte dein Rezept unbedingt ausprobieren :)
nur noch eine Frage:
gibt es eine Möglichkeit die nudeln haltbar zu machen, z.B. Durch trocknen, einfrieren,...?

Jens Backhaus am :

Jens BackhausHallo Lotta,

aber sicher kannst Du das. Ich bevorzuge das Trocknen der Nudeln. Am einfachsten geht es mit einem so genannten Pastatrockner. Ich habe den hier vorgestellten in Gebrauch: http://www.rohstoffverarbeitender-betrieb.de/archives/12-Selbstgemachte-Nudeln-trocknen-Mit-einem-Nudeltrockner-hausgemachte-Pasta-haltbar-machen.html

Kostet wenig Geld und tut das was er soll.

Gruß,
Jens

Claudiw am :

ClaudiwDer absolute Wahnsinn, heute zum allerersten Mal Nudeln selbst gemacht und zufällig auf dein Rezept gestossen.
Das Ergebnis war perfekt, vielen Dank!!!

Hast du es zufällig auch schon mal mit Dinkelvollkornmehl probiert? Wie viel Wasser wird man da denn brauchen?

Jens Backhaus am :

Jens BackhausIch freue mich riesig, dass die Pasta auch bei Dir so wunderbar geglückt ist. Aber noch viel mehr freue ich mich, dass es Dir geschmeckt hat.
In diesem Artikel habe ich Dinkelmehl für die Nudeln verwendet:
http://www.rohstoffverarbeitender-betrieb.de/archives/170-Frische-Dinkel-Pasta-mit-fantastisch-vollmundigem-Rucola-Pesto-Wenige-Zutaten-mit-maximalem-Geschmack-ist-keine-Hexerei.html

Allerdings funktioniert es immer nach demselben Prinzip. Du tauschst einfach das Mehl/den Grieß aus, fängst evtl. mit 5-10 ml weniger Wasser an zu kneten und wenn der Teig zu trocken ist gibst Du behutsam nach. In Summe benötigst Du aber immer sehr ähnliche Mengen an Wasser.
Ich bin gespannt wie Dir die Dinkelpasta schmeckt :-)

Gruß,
Jens

Sonne K. am :

Sonne K.:) auch ich habe heute zum 1.Mal Pasta selbst gemacht und mich für Dein Rezept entschieden! Mein Mann sagt, er habe noch nie so gute Nudeln gegessen! ;) Es wurden Bandnudeln daraus an karamellisierten Spargel :) würde aber beim 2.Mal Salz in den Teig geben. Nette Grüße!

Jens Backhaus am :

Jens BackhausFreut mich, dass es Euch geschmeckt hat! Ich bin sehr glücklich, dass Ihr solch eine gute Mahlzeit hattet. Wahrscheinlich wird es jetzt öfter frisch Nudeln geben, oder?

Gruß,
Jens

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