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Suppe von weißem und grünem Spargel - Ein einfaches saisonales Gericht mit sehr vielen Variationsmöglichkeiten für jeden Geschmack

Spargel ist ein stark saisonales Gemüse und somit steht es nur für kurze Zeit in großen Mengen zur Verfügung. Dennoch muss sich die Spargelküche hinsichtlich Ihrer Vielfalt nicht hinter den anderen heimischen Gemüsesorten verstecken. Auf Grund der eingeschränkten Verfügbarkeit mangelt es meistens nur an ausreichend Zeit und somit Möglichkeiten, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Leider geht es mir dabei nicht anders als Euch, auch wenn ich mich in der Küche als Experimentator in Ihrem Auftrag sehe.
Eine Spargelsuppe muss nicht immer weiß sein. Mit grünem Spargel schmeckt sie kräftiger und der Klecks Saure Sahne gibt ihr den letzten Pfiff.
Eine Spargelsuppe muss nicht immer weiß sein. Mit grünem Spargel schmeckt sie kräftiger und der Klecks Saure Sahne gibt ihr den letzten Schliff.
Ich kann ebenso nicht uneingeschränkt essen und habe nicht den ganzen Tag die Zeit, mir neue Gerichte auszudenken - was ich übrigens sehr schade finde. Zum Ende der aktuellen Spargelsaison oder als Anreiz für die nächste habe ich aber noch eine Spargelsuppe für Euch.

Normalerweise ist eine Spargelsuppe weiß. Das muss aber nicht sein. Durch die Verwendung von grünem Spargel, nimmt die Suppe komplett dessen Farbe an. Weil grüner Spargel auch etwas mehr Eigengeschmack und ein anderes Aroma hat, ist er für mich eine schöne Abwechslung zum weißen Spargel. Er passt auch gut zu aromatischeren Gerichten, in denen der weiße geschmacklich untergehen würde. Ein weiteres leckeres Rezept für grünen Spargel ist die Pasta mit Kirschtomaten, Schinken und grünem Spargel. Über die Suche findet Ihr auch all meine anderen Spargel-Tipps.
Zum Glück haben dies mittlerweile immer mehr Bauern gemerkt und es wird auch hierzulande immer mehr grüner Spargel angebaut.

Diese Suppe ist als Hauptgang oder Vorspeise gleichermaßen geeignet. Obendrein ist sie sehr einfach und es sind nur wenige Handgriffe notwendig. Man kann sie hervorragend vorbereiten oder auch vorbereitet einfrieren und bei Bedarf wieder hervorholen. Das macht sie für mich auch dann alltagstauglich, wenn Ihr privat und beruflich stark eingebunden seid und nicht regelmäßig die notwendige Zeit für das Kochen aufbringen könnt. Ein Rezept für alle Lebenslagen sozusagen.

Was kosten die Zutaten?


Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 350g weißer Spargel (ungeschält)
  • 500g grüner Spargel (ungeputzt)
  • 1,5 Liter Wasser
  • 125g Mascarpone
  • 200g saure Sahne/Schmand etc.

Wieviel Kalorien hat das Gericht?

Kalorien für das gesamte Rezept:
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Teel. Zucker
Portionsgröße: 2-3 Personen
Gesamte Zubereitungsdauer: 0:40 h


1) Suppenbasis herstellen

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Bevor wir aus dem Spargel eine köstliche Suppe herstellen können, muss der weiße Spargel geschält werden. Ich verwende dafür einen normalen Sparschäler*. Keine expliziten "Spargelschäler". Probiert diesbezüglich ruhig ein wenig aus, denn auch ich komme mit einigen Sparschälern gar nicht zurecht bzw. eignet sich nicht jeder Sparschäler für Spargel. Bei mir hat es Jahre gedauert, bis es jetzt einen halbwegs funktionierenden Schäler bei uns aufgetrieben habe.
Den Spargel schälen und die trockenen Enden abschneiden. Dann wird in kleine Stücke geschnitten, damit er sich später einfacher pürieren lässt.
Den Spargel schälen und die trockenen Enden abschneiden. Dann wird in kleine Stücke geschnitten, damit er sich später besser pürieren lässt.
Der grüne Spargel wird nicht geschält. Bei ihm reicht es die trockenen holzigen Enden abzuschneiden. Je nach Frische des grünen Spargels ist es mehr oder weniger, was Ihr saschneiden müsst. Ich arbeite mich am Anfang erstmal vor und schneide immer nur ein bisschen ab. Habe ich beim Schneiden das Gefühl, dass der Spargel an der Stelle sehr hart ist, schneide ich mehr ab. Das mache ich so lange, bis er merklich weicher wird. Dann habe ich einen ungefähren Anhaltspunkt, wie viel bei den anderen Stangen abgeschnitten werden muss. Aber dennoch versuche ich immer etwas weniger als mehr abzuschneiden. Probiert Euch dabei einfach ein bisschen aus.

Der Spargel wird nach dem Putzen in kleine Stücke geschnitten. In der Suppe wird er nach dem Garvorgang püriert, somit sind kleine Stücke besser als ganze Stangen. Das erleichtert den Püriervorgang erheblich!
Der Spargel wird mit dem Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht. Auf kleiner Flamme kochen wir ihn nun je nach Dicke ungefähr 10 Minuten. Weil wir ihn nicht als Stange verzehren, kommt es auf ein paar Minuten nicht an. Er sollte nur gar sein. Wenn er weicher wird als üblich, ist das im Falle dieser Suppe absolut egal.
Der geputzte Spargel wird zuerst gekocht, dann püriert.
Der geputzte Spargel wird zuerst gekocht, dann sorgfältig püriert.
Mancher Spargel schmeckt etwas bitter. Wenn Ihr diesem Geschmack entgegen arbeiten wollt, kann etwas Zucker hinzugegeben werden. Dann gebt je nach Gesachmack 1-2 Teelöffel in die Suppenbasis.

Ist der Spargel gar, wird ihm mit einem Pürierstab* zu Leibe gerückt. Hierbei müsst Ihr etwas Sorgfalt walten lassen, denn die Suppe soll keine Spargelstücke beinhalten. Ihr merkt wie die Suppe deutlich sämiger wird. Sie kommt zwar nicht an eine klassische Cremesuppe heran, aber der Unterschied zu davor ist spürbar.
Wenn Ihr die Suppe einfrieren möchtet, ist Eure Arbeit an der Stelle bereits beendet. Lasst sie noch ein wenig abkühlen und gebt sie dann portionsweise in Gefrierbehälter. Die folgende Schritte müsst Ihr dann nach dem Auftauen noch absolvieren. Das geht aber sehr schnell, Ihr werdet es sehen.
Die Suppenbasis ist fertig. Ihr könnt sie nun verfeinern und anschließend servieren oder für die spätere Verwendung direkt einfrieren.

2) Suppen verfeinern und servieren

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Nach dem Pürieren wird noch die Mascarpone hinzugegeben und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Aber warum Mascarpone? In viele Cremesuppen kommt ein Schuß Sahne hinein. Den ersetzen wir dieses Mal durch unsere hausgemachte Mascarpone. Einerseits dient das enthaltene Fett als Geschmacksträger. Die Zugabe der Mascarpone macht die Suppe etwas runder. Andererseits haben wir einen neuen Anwendungsfall für die Mascarpone. Wenn man zu Hause frische Mascarpone macht, fehlen oftmals die Ideen, was man mit der vielen Mascarpone anstellen soll. In dem Fall funktioniert sie anstatt Sahne hervorragend! Ihr könnt aber auch den guten alten Schluck Sahne nehmen, das funktioniert natürlich ebenso.

Mehr machen wir nicht! Die Suppe ist durch das Pürieren des Spargels und die Zugabe der Mascarpone zwar bei weitem dicker als am Anfang, dennoch ist es keine Cremesuppe in dem Sinne. Dafür müssten wir die Suppe noch andicken oder weitere Zutaten verwenden. Dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch, ich mag sie so - egal ob es draußen heiß oder kalt ist!

Suppe von weißem und grünem Spargel mit einem Klecks saurer Sahne - Egal ob Vor- oder Hauptspeise, diese Suppe schmeckt immer!
Suppe von weißem und grünem Spargel mit einem Klecks saurer Sahne - Egal ob Vor- oder Hauptspeise, diese hausgemachte Suppe schmeckt immer!
Serviert wird sie mit Saurer Sahne, Schmand, Creme Fraiche oder was Euch sonst beliebt. Das bringt noch ein bisschen Säure ins Spiel. Suppe auf den Teller geben, einen Teelöffel davon in die Mitte, kurz Rühren und genießen!
Wenn es noch mehr Raffinesse sein soll, dann kann ein bisschen Pesto anstatt der Sauren Sahne, Schmand oder Creme Fraiche hinzugegeben werden. Etwas mehr Würze bringen angeschwitzte Frühlingszwiebeln inklusive des Grüns hinein. Diese werden dann als aller erstes im Topf angeschwitzt, bevor der Spargel und das Wasser hinzukommen. Wenn noch ein bisschen gewürfelter Schinken mit den Frühlingszwiebeln ausgelassen wird, gibt es der Suppe nochmal eine ganz andere Richtung. Davon aber bitte nicht zu viel verwenden, damit der Spargel geschmacklich die Oberhand behält!

Guten Appetit!
Jetzt ist unsere Spargelsuppe mit weißem und grünem Spargel fertig - Guten Appetit!


Gesamtkosten der Zutaten wie oben angegeben:


Folgende und ähnliche Hilfsmittel wurden für die diese wunderbar luftigen Mandel-Pfannkuchen verwendet:


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