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Saftig und zart gebratenes Flank Steak sucht hausgemachtes sämiges Kartoffelgratin für gemeinsame Tellerbesuche - Bei mir haben sich beide gefunden

Wir haben uns vor einer Woche einen neuen Herd mit Induktionsfeld gegönnt. Das stand schon länger auf unserem Zettel, weil der "alte" Herd in einigen Bereichen echt seine Schwächen hatte. Als ich damals die Küche gekauft habe, war nicht das Geld da, um bei den Elektrogeräten auf entsprechende Qualität und Funktionen zu achten. Wenn man aber wie wir täglich mindestens ein Mal kocht oder backt, werden die Schwachstellen der Geräte sehr schnell aufgedeckt. Das Cerankochfeld hatte eine große Platte, die nie so richtig aus dem Knick kam. Das Nudelwasser brauchte ewig um heiß zu werden bzw. konnte nur auf Stufe 7 dauerhaft gekocht werden. Der Ofen war von den Ausmaßen des Garraumes "sehr" klein. Zu guter letzt hatte ich mir auch in den Kopf gesetzt, dass Induktion demnächst mal sein muss.
Saftiges FlnakSteak mit einer intensiven Steaksauce und hausgemachtem sämigem Kartoffelgratin - wofür noch auswärts essen gehen?
Saftiges FlnakSteak mit einer intensiven Steaksauce und hausgemachtem sämigem Kartoffelgratin - wofür noch essen gehen?
Alles zusammen bewog uns vor zwei Wochen dazu, unseren 10 Jahre alten Herd mit Kochfeld auszutauschen.

Ein Austausch dieser Diemension zieht aber unweigerlich Arbeit nach sich. Die Handhabung und all die neuartigen Funktionen müssen auf Herz und Nieren getestet werden! Als ich meiner Frau die Frage stellt, womit sie den Test des Backofens beginnen möchte, antwortete sie mit einem ausdruckstarten "Kartoffelgratin!". Für die Begleitung dieser unverzichtbaren Komponente undseres Abendessen war ich in Folge zuständig. Weil ich ein paar Tage zuvor beim Online-Supermarkt "Allyouneedfresh" eingekauft habe, lag noch ein Flanksteak vom Simmentaler Rind im Kühlschrank. Ich denke das passt gut zu einem hausgemachten Kartoffelgratin.
Weil das Flanksteak etwas größer war, haben wir auf eine weitere Komponente nebem dem Kartoffelgratin verzichtet. Also bitte nicht erschrecken, wenn Ihr gleich die Grammangaben lest. In dieser Kombination war das alles sehr gut essbar.
Sollte Euch das aber zuviel Fleisch sein, passt gut ein schlichtes Gemüse der Saison oder zum Beispiel Erbsen und Möhren aus der Tiefkühltruhe dazu. Es muss nicht immer das große Küchenballett zum Einsatz kommen.
Für das Braten eines Stückes Fleisch kann es immer hilfreich sein, frische Kräuter und ordentlich Knoblauch im Hause zu haben. Wenn Ihr das Fleisch in Butterschmalz oder Öl anbratet, gebt die frischen Kräuter und ein paar halbierte oder angestoßene Knoblauchzehen mit dazu. Weil sie in demselben Öl/Butterschmalz mitbraten, geben sie dem Fleisch während des Bratenvorganges einen feinen Geschmack. Zum Schluß ein bisschen Salz und frisch gemahlenen Pfeffer auf das Fleisch, mehr braucht es für unseren Geschmack nicht unbedingt. Damit gebt Ihr dem Fleisch Eure individuelle Note und dank der unterschiedlichsten Kräuter kann der Geschmack je nach Geschmack und Beilage sehr gut variiert werden.

Was kosten die Zutaten?


Zutaten für das Fleisch:

  • 750g Flanksteak
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 frische Zweige Rosmarin


Wieviel Kalorien hat das Gericht?

Kalorien für das gesamte Rezept:

Zutaten für das Kartoffelgratin:

  • 600g Kartoffeln (ungeschält)
  • 400-500g Schlagsahne
  • 1 kleine/mittlere Knoblauchzehe
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Teelöffelspitze Muskat gemahlen
    Im Falle von frischem Muskat deutlich weniger!
  • 1 Teelöffelspitze Piment


Zutaten für die Sauce:

  • 125g Champignons
  • 125g Kräuterseitlinge
  • 1 mittelgroße/große Schalotte
  • 100g Weißwein nach Eurem Geschmack
  • 1 kleine Dose (70g) Tomatenmark
  • Nach Bedarf ein Schuß Wasser
  • 1/2 Teel. Zucker
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • Salz


Portionsgröße: 2 Personen
Gesamte Zubereitungsdauer: 1:15 h

1) Das Kartoffelgratin ansetzen

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Die gehobelten Kartoffelscheiben in einer feuerfesten Form sorgfältig übereinander stapeln, damit nicht so viel Sahne aufgegoßen werden muss.
Die gehobelten Kartoffelscheiben in einer feuerfesten Form sorgfältig übereinander stapeln, damit nicht so viel Sahne zum Aufgießen benötigt wird.
Das Gratin braucht mit Abstand am längsten, weshalb wir uns ihm zuerst widmen. Die Kartoffeln dafür werden geschält und anschließend nochmal gewaschen.
Danach müssen sie schön dünn und möglichst gleichmäßig geschnitten werden. Weil ich mir dabei mit dem Küchenmesser auch schwer tue, schiebe ich die Kartoffeln über einen scharfen Hobel. Dann haben sie immer dieselbe Dicke und garen wunderbar gleichmäßig. Passt dabei aber bitte auf Eure Finger auf! Nicht dass Ihr Eure Fingerkuppen dabei einbüßt.

Sind alle Kartoffeln in die Auflaufform gehobelt, wird der Knoblauch ganz fein geschnitten oben drauf verteilt. Wenn wir gleich die Sahne drüber gießen, spült es den Knoblauch in das Gratin. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass er obenauf im Ofen verbrennt.
Schöne Aussichten! Das Kartoffelgratin ist im Ofen und gart in Ruhe zu Ende.
Schöne Aussichten! Das Kartoffelgratin ist im Ofen und gart in Ruhe vor sich hin.
Die Sahne wird mit den oben genannten Gewürzen versehen und gut durchgerührt. Gebt die Würzsahne über das Gratin. Nehmt nur so viel Sahne, dass die Kartoffeln gerade so eben bedeckt sind. Im Zweifel bereitet Ihr erstmal etwas weniger Sahne vor. Wenn dann noch einzelne Kartoffeln oben an der frischen Luft liegen sollten, gebt Ihr einfach die benötigte Menge Sahne nachträglich noch dazu..

Damit Ihr nicht zuviel Sahne benötigt, heißt es die Kartoffelscheiben platzsparend in der Auflaufform zu stapeln. Ich lege sie deswegen immer in der gleichen Richtung hinein, damit nicht zu große Zwischenräume entstehen, welche die Sahne später zwangsläufig ausfüllen wird.
Sind alle Komponenten in der feuerfesten Form gelandet, kommt diese bei 180 Grad Celsius Heißluft in den vorgewärmten Ofen. Dort dauert es ungefähr 50-55 Minuten bis das Kartoffelgratin schön sämig ist. Die Kartoffeln sind in dem Stadium angenehm weich, zerfallen aber noch nicht. Wenn das Gratin zwischendurch zu dunkel zu werden droht, stellt die Temperatur einfach auf 160 Grad Celsius herunter. Solange es ein mal kocht, gart es auch bei einer geringeren Temperatur in der angegebenen Zeit.
Das Kartoffelgratin ist im Ofen und braucht nun relativ lange bis es gar ist. In der Zwischenzeit wird aber weiter gekocht.

2) Das Sauce kochen

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Im Grunde zaubern wir zum heutigen Gericht keine richtige Sauce, sondern eine Dekoration oder Beigabe zum Fleisch. Zu den Kartoffeln wird keine Sauce benötigt, sie bringen alles selber mit.
Diese Zutaten werden benötigt, um unsere hausgemachte Steaksauce herstellen zu können.
Diese Zutaten werden benötigt, um unsere hausgemachte Steaksauce zaubern zu können.
Diese dickflüssige geschmackliche Ergänzung passt aber hervorragend zu gebratenem Fleisch.

Wir beginnen mit der Schalotte. Diese muss geschält und fein geschnitten werden. Sie wird in einem Topf mit etwas Öl ein paar Minuten angeschwitzt. Ist sie schön glasig, kommen die Pilze hinzu. Diese wurden zuvor geputzt und in feine Scheiben geschnitten.
Beides zusammen wird nun wieder ein paar Minuten angehen lassen, bis die Pilze beginnen ihre Konsistenz zu verlieren. Dann werden die Pilze und die Schalotte mit Weißwein abgelöscht. Jetzt dürft Ihr die Hitze der Herdplatte wieder hochstellen, weil der Weißwein kochen soll. Nun wird der Wein weitere 5 bis 10 Minuten am Kochen gehalten, damit er einreduziert.

Für die Steaksauce die Pilze und Schalotte andünsten und mit Weißwein ablöschen.
Für die Steaksauce die Pilze und Schalotte andünsten und mit einem leckeren Weißwein ablöschen.
Kurz vor Schluß kommt das Tomatenmark hinein. Rührt gut durch, damit Ihr ein Gefühl für die Konsistenz bekommt. Ist die Sauce bereits jetzt richtig dickflüssig, gebt bitte ein wenig Wasser hinzu. Die Sauce kocht noch ein paar Minuten, also wird sie in der Zeit weiter Flüssigkeit an die Umgebung abgeben.
Kurz bevor das Kartoffelgratin fertig ist, wird die Sauce mit Salz, Pfeffer und einem halben Teelöffel Zucker abgeschmeckt.
Das war bereits das ganze Geheimnis. Im Grunde lässt sich diese tomatige Ergänzung ohne Probleme nebenher bewältigen.
Die Sauce kocht und reduziert noch ein bisschen ein. Jetzt muss das Steak in die Pfanne.

3) Steak medium braten

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Gebt ein bisschen Fett/Öl in die Pfanne und heizt diese an. Gleich zu Beginn kommen zwei halbierte/angedrückte Knoblauchzehen und der frische Rosmarin in das Öl/Butterschmalz.
Zum Abschluß kommen Tomatenmark und Gewürze an die Steaksauce.
Zum Abschluß kommen Tomatenmark und Gewürze an die hausgemachte Steaksauce.
Ich finde es nicht so schön, ganze Rosmarinzweige in die Pfanne zu legen. Mir sind die immer im Wege und stören mich bei der Arbeit. Deswegen streife ich die Nadeln und feine Äste grob vom Stiel und gebe diese in die Pfanne.
Wenn die Pfanne heiß ist, wird das Steak reingelegt.

Beim Steak wollen wir ein bisschen Farbe durch das Braten erreichen. Also bitte keinesfalls einen Wettbewerb im Wenden veranstalten. Es wird von jeder Seite nur ein einziges Mal gebraten!
Das Steak wird von jeder Seite ein Mal gebraten. Dabei soll es schön braun werden, damit es einen intensiven Geschmack bekommt. Frischer Pfeffer muss bei mir immer sein.
Das Steak wird von jeder Seite ein Mal gebraten. Dabei soll es schön braun werden, damit es einen intensiven Geschmack bekommt. Frischer Pfeffer rundet den Geschmack ab.
Je nach Garstufe bleibt es 2-4 Minuten bei guter Hitze auf jeder Seite liegen. Für medium (nicht medium-rare!) lasse ich ein Flanksteak dieser Dicke ungefähr 4 Minuten auf jeder Seite liegen. Es gehört aber auch ein bisschen Fingerspitzengefühl dazu. Man muss als Steakbrater ein Gefühl dafür entwickeln, ab welcher Festigkeit des Fleisches die persönliche Garstufe erreicht ist. Wenn es bei Euch medium und etwas mehr sein darf, kann auch das erste Austreten von Fleischsaft, nachdem es gewendet wurde, ein guter Indikator für die optimale Garstufe sein.

Wenn das Fleisch von guter Qualität, richtig geschnitten und ausreichend abgehangen ist, macht es überhaupt nichts, wenn es mal zu lange in der Pfanne war. Bei guter Fleischqualität haben wir auf speziellen Wunsch bereits Rindersteak komplett durch gebraten, welches nicht trocken und überhaupt nicht zäh war! Also achtet hier unbedingt auf die Qualität. Das macht Euch die Arbeit deutlich einfacher und ist für unerfahrene Pfannenkönige deutlich einfacher zu handhaben.
Das Steak wird und so langsam darf der Speichelfluss bei Euch einsetzen.

4) Essen anrichten / servieren

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Wenn das Flank Steak Medium ist wird es in Scheiben geschnitten, bekommt etwas Steaksuce auf die Mütze und einen ordentlichen Hieb Kartoffelgratin als Begleitung.
Wenn das Flank Steak Medium ist wird es in Scheiben geschnitten, bekommt etwas Steaksuce auf die Mütze und einen ordentlichen Hieb Kartoffelgratin an die Seite gestellt.
Wenn alles fertig ist, gebt eine gute Portion Kartoffelgratin auf den Teller. Es ist jetzt richtig schön sämig.
Schneidet das Steak entweder nach Bedarf in daumendicke Scheiben oder teilt es in größere Portionen auf. Es wird neben das Kartoffelgratin gebettet und mit einem großen Löffel von der dickflüssigen Tomaten-Pilz-Sauce dekoriert.
Jetzt ist es an Euch, das Ergebnis Eurer Arbeit zu genießen. Lasst es Euch schmecken!
Nach getaner Arbeit kommt die Belohnung - Guten Appetit!


Aufstellung der Garzeiten:

KomponenteGarmediumEinstellungenZeit
KartoffelgratinBackofen180 Grad Heißluft 50-55 Minuten
Flank SteakPfanne 4-8 Minuten

Gesamtkosten der Zutaten wie oben angegeben:


Folgende Hilfsmittel wurden für das zubereiten des Flank Steaks mit hausgemachtem sämigem Kartoffelgration verwendet:



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