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Veganer Tag mit süß-säuerlichem Hirse-Paprika-Tomaten Gemüse - Die angebratenen Scheiben vom Kräuterseitling bekommen eine außergewöhnliche Begleitung

Nach einer enttäuschenden Woche habe ich endlich wieder ein Erfolgerlebnis zu verbuchen. Die letzten Tage wollte nicht so viel zusammengehen. Einerseits war ich arg lustlos, müde und ich hätte nicht von der Couch oder aus dem Bett gemusst. Aber vor allem das Essen wollte mir nicht so recht von der Hand gehen. Ich fabrizierte einen Fehlgriff, Desaster und Missgeschick nach dem anderen. Kurz um, es lief nicht bei mir. Das Ende dieser Pechsträhne besiegelt das heutige, etwas andere, Mahl. Ein Gemüse bestehend aus in Orangen-, Limettensaft und Gemüsebrühe gegarter Hirse. Verfeinert mit süßer Paprika, ebenso süßen Kirschtomaten und einem Hauch Chilli.
Wer kann bei diesem Anblick schon widerstehen? Heute gibt es süß-säuerliches Hirsegemüse mit braun angebratenem Kräuterseitling.
Wer kann bei diesem Anblick schon widerstehen? Heute gibt es süß-säuerliches Hirsegemüse mit angebratenem Kräuterseitling.
Dazu werden gebratene Scheiben vom Kräuterseitling gereicht. Im Nachhinein betrachtet finde ich diese Kombination äußerst ungewöhnlich.

Hirse ist seit Kurzem neu auf unserer Speisekarte und es wird eifrig ausprobiert. Neben Reis, Kartoffeln und Nudeln kann es dieses Getreide bei uns durchaus in die Riege der klassichen Beilagen schaffen. Einfach und vergleichsweise schnell ist sie auf dem Tisch, sehr nahrhaft und getrocknet sehr gut zu bevorraten. Insofern eine optimale Ergänzung für den Speiseplan. Ich frage mich von Tag zu Tag mehr, warum ich nicht schon früher zur Hirse gegriffen habe.

Neben dem hohen Mineralstoffgehalt ist Hirse auch reich an Vitaminen. Sie lässt sich neben der heute von mir vorgestellten Art als Gemüsebeilage ebenso gut zum Backen verwenden. In dem Bereich unterstützt sie bei der Herstellung von glutenfreien Backwaren oder anderen Teigwaren, wenn Ihr Gluten nicht vertragt. Hirse ist also ebenso wie viele anderen Getreidesorten vielseitig einsetzbar.
Weil ich erst vor Kurzem auf die Hirse gekommen bin, interessiert es mich, ob Ihr vielleicht schon länger mit ihr arbeitet. Steht Hirse bei Euch öfter auf dem Speiseplan? Wofür setzt ihr sie ein?

Was kosten die Zutaten?


Benötigte Zutaten:

  • 220g Goldhirse
  • Frisch gepresster Saft von zwei Orange (ca. 160g)
  • Saft von einer halben bis ganzen Limette
  • 390g einer kräftigen Gemüsebrühe
  • 4 kleine Zweige Thymian (optional)

Wieviel Kalorien hat das Gericht?

Kalorien für das gesamte Rezept:

  • 2 rote Paprika/Spitzpaprika
  • 250g süße/fruchtige Kirschtomaten
  • Ein Hauch getrockenete/frische Chilli
  • 500g Kräuterseitlinge
  • Salz
  • Frischer schwarzer Pfeffer
Portionsgröße: 2 Personen
Gesamte Zubereitungsdauer: 0:40 h

1) Gemüse vorbereiten

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Die Paprika wird fein gewürfelt, damit sie sich homogener mit der Hirse vermischt.
Die Paprika wird sehr fein gewürfelt, damit sie sich homogener mit der Hirse vermischt.
Heute geht das Kochen recht schnell und vor allem wird alles nahezu gleichzeitig auf den Herd gebracht. Deswegen müssen wir alles im Vorfeld waschen, putzen, schneiden und am Herd griffbereit stellen.
Die Paprika wird gewaschen, vom Stiel und Kerngehäuse getrennt und in richtig feine Würfelchen geschnitten. Einerseits sind sie dann schneller fertig, weil sie nicht so lange im Topf gegart werden müssen. Ferner lassen sie sich so schön kleine besser unter die Hirse mischen. Wenn Ihr zu denen gehört, die beim Verzehr von paprika Verdauungsprobleme bekommen, versucht sie von dem klein schneiden mit einem Sparschäler zu schälen. Dabei muss nicht jedes Stück der Schale entfernt werden. Es reicht einen Großteil grob zu entfernen. In der Regel werden die Beschwerden dann sehr viel geringer ausfallen oder sogar ganz ausbleiben. Bei meiner Frau funktioniert dieser kleine Küchentrick!

Die Kirschtomaten für die Hirse werden geviertelt.
Die Kirschtomaten für die Hirse werden nur geviertelt.
Die Kirschtomaten werden nur gewaschen und geviertelt.
Die Kräuterseitlinge dürfen Ihr trockenes Stielende verlieren und werden dann der Länge nach in ca. 3 Millimeter dicke Scheiben geschnitten. Ihr könnt sie auch dünner machen, das ist geschmacklich egal. Ihr bekommt dann mehr Scheiben und müsst in mehr Chargen nacheinander die Scheiben garen. Geschmacklich ist die Dicke absolut irrelevant.
Die Thymianzweige werden gewachen, grob abgetrocknet und anschließend die Blätter vom Zweig abgestreift.
Die Limette wird halbiert und die Orange ausgepresst.

Um die Kräuterseitlinge gut braten zu können, werden sie in Scheiben geschnitten.
Um die Kräuterseitlinge gut braten zu können, werden sie in dünne Scheiben geschnitten.
In Summe ist das nicht viel Arbeit. Es sind aber einige kleine Handgriffe, die sich am Ende summieren. Wer im Umgang mit dem schrafen Messer erfahren ist, braucht nicht die angegebenen 20 Minuten für diese Tätigkeiten. Weil Kochen aber nicht in Stress ausarten soll, darf es gerne etwas länger dauern.
Weil alles parallel auf den Herd kommt, wird das gemüse komplett vorbereitet und auf Tellern am Herd griffbereit gestellt.

2) Hirse aufsetzen

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Bevor die Hirse in den Topf zum Quellen kommt, wird sie gründlich gespült. Je nachdem wo man sich über Hirse informiert erhält man entweder die Information, dass man sie ein paar Stunden in Wasser legen soll, bevor sie weiter verarbeitet wird. Oder es wird nur davon gesprochen, dass man sie gründlich abspülen soll. Was davon jetzt richtig ist und ob das eine oder andere nützlich ist, um Stoffe aus der Hirse zu entfernen, welche die Aufnahme der Mineralstoffe erschweren, weiß ich nicht.
Die Hirse in dem Orangen-, Limettensaft und der Gemüsebrühe auf kleiner Flamme köcheln und in Ruhe quellen lassen.
Die Hirse in dem Orangen-, Limettensaft und der Gemüsebrühe auf kleiner Flamme köcheln und quellen lassen.
Von daher wird sie bei mir einfach nur abgespült, wie ich es mit Reis auch mache, und dann geht es für sie direkt in den Topf.

Die Hirse wird mit dem Orangensaft, der kräftigen Gemüsebrühe und dem Saft einer viertel Limette auf dem Herd zum Kochen gebracht. Wenn sie kocht stellt Ihr den Herd so ein, dass die Hirse nur noch leicht weiter köchelt. Sie quillt nun auf und nimmt nach und nach die komplette Flüssigkeit auf. Dabei wird sie mit der Zeit immer weicher. Dennoch tendiere ich dazu, den Quellprozess zu beenden, wenn die Hirse noch ein kleines bisschen Biss hat.
Der Orangensaft, welchen ich hier verwende, kommt von erntefrischen Orangen aus Spanien. Ich habe wieder direkt beim Erzeuger bestellt und nun muss jeden Tag dieses wunderbare Obst verarbeitet werden.

Wenn Ihr die Hirse wie ich köchelnd auf dem Herd zubereitet, müsst Ihr regelmäßig umrühren. Vor allem wenn die Flüssigkeit nahezu komplett aufgenommen wurde, neigt die Hirse dazu am Topfboden festzukleben.
Sollte sie fast fertig sein, die anderen Komponenten aber noch ein wenig Zeit benötigen, nehmt den Topf bitte vom Herd und lasst die Hirse nur im heißen Topf langsam nachquellen. Dann dauert dieser Prozess ein wenig länger und Ihr gewinnt Zeit.

Auf der Verpackung der Hirse steht in der Regel die Garzeit drauf. Bei manchen Sorten steht, dass sie nach maximal 10 Minuten kochen fertig sind. Andere wiederum lassen die Kirse 25 Minuten im heißen Topf langsam quellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass 10 Minuten leichtes köcheln utopisch sind. Nach dieser Zeitspanne ist mir die Hirse einfach noch zu hart, weshalb ich sie auf kleiner Flamme in der Regel mindestens 15 Minuten quellen lasse.
Die Hirse ist fertig, wenn sie weich genug ist und das Paprika-Tomaten gleichmäßig untergehoben wurde.
Die Hirse ist fertig, wenn sie weich genug ist und das Paprika-Tomaten untergehoben wurde.
Manchmal auch etwas länger.

Kurz bevor sie fertig ist und serviert wird, schmeckt Ihr sie noch mit Salz und Limettensaft ab. Die Limette soll der Hirse eine leicht säuerliche Note geben, damit sie nicht ganz langweilig nur die Süße der Orange hat. Je nach Geschmack darf mehr oder weniger Limettensaft hinein. Ich tendiere dazu, den Saft einer halben Limette zu verwenden.
Wenn Hirse auch für Euch neu ist, müsst Ihr ein wenig ausprobieren, wann sie die für Euch richtige Konsistenz erreicht hat. Hirse verhält sich während des Quellprozesses ganz anders als Reis oder Couscous und man muss sich ein bisschen an den richtigen Umgang herantasten.
Wenn die Hirse kocht, geht es so langsam an das restliche Gemüse.

3) Paprika/Tomate andünsten

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Die fein gewürfelte Paprika wird in einem Topf mit etwas Öl angedünstet. Nach ungefähr 10 Minuten garen ohne Deckel ist sie angenehm bissfest, aber auch nicht mehr roh. Mögt Ihr die Paprika weich, darf sie gut 15 Minuten mit offenen Deckel garen.
Das Paprika-Tomaten Gemüse ist fertig, nun muss es nur noch mit der Hirse eine Beziehung eingehen.
Das Paprika-Tomaten Gemüse ist fertig, nun muss es nur noch mit der Hirse eine geschmackvolle Beziehung eingehen.
Soll es schneller gehen, wird der Deckel drauf gemacht, damit sich die Hitze darunter sammelt und die Paprika deutlich schneller gart.

Kurz bevor die Hirse und die Paprika fertig sind, werden die geviertelten Tomaten zu der Paprika in den Topf gegeben. Sie sollen nur einmal kurz Hitze bekommen, dann verlieren sie bereits Ihre feste Konsistenz. Mehr ist auch an diesem Topf nicht zu tun. Ab und zu umrühren und auf die Hirse warten reicht aus.
Ist die Hirse fertig gequollen, wird die Paprika mit Tomate untergerührt. Fertig ist das süß-säuerliche Gemüse.

4) Kräuterseitling braten

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Die Scheiben vom Kräuterseitling werden von beiden Seiten braun angebraten.
Die Scheiben vom Kräuterseitling werden von beiden Seiten schön braun angebraten.
Am einfachsten haben wir es heute mit den Kräuterseitlingen.
Die Scheiben werden in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten so lange gebraten, bis sie braun werden. Das dauert je nach Pfanne 3-5 Minuten je Seite. In der Zeit wird der Kräuterseitling etwas weicher, so dass er wunderbar zu essen ist. Er ist aber nicht so weich, als wenn man ihn zum Beispiel in einer Sauce mitkocht. Ich würde den Kräuterseitling bei dieser Garmethode als bissfest bezeichnen.
Nach dem Wenden der Scheiben bekommen sie eine Prise Salz und etwas frisch gemahlenen Pfeffer auf die Mütze.

Das süß-säuerliche Hirse-Paprika-Tomaten Gemüse mit angebratenem Kräuterseitling - ein Genuss und eine Augenweide!
Das süß-säuerliche Hirse-Paprika-Tomaten Gemüse mit angebratenem Kräuterseitling - ein Genuss und Augenweide!
Weil aber nicht so viele Scheiben gleichzeitig in eine Pfanne passen, solltet ihr erstmal die größte Eurer Pfannen nehmen. Ihr werdet die Scheiben aber in mehreren Chargen braten müssen. Damit nicht jede Charge 10 Minuten braucht, stellt die Pfanne ruhig etwas heißer.

Wenn die zweite Charge Kräuterseitlinge gewendet wurde, könnt Ihr servieren. Gebt ein paar Löffel von der süß-säuerlichen Hirse auf den Teller, legt rundherum die Scheiben vom Kräuterseitling und lasst es Euch schmecken. Ihr hoffe die Hirse schmeckt Euch in dieser Form - mal auf ganz andere Weise zubereitet.
Sind die Scheiben vom Kräuterseitling leicht braun und fangen die Pilzscheiben an weich zu werden, wird alles serviert. Guten Appetit!


Aufstellung der Garzeiten:

KomponenteGarmediumEinstellungenZeit
HirseHerdKochen 15-20 Minuten
Paprika-TomateHerdKochen 10-12 Minuten
KräuterseitlingeHerdKochen 6-10 Minuten

Gesamtkosten der Zutaten wie oben angegeben:


Folgende und ähnliche Hilfsmittel wurden für dieses süß-säuerliche Hirsegemüse mit Paprika, Tomaten und Thymian mit den Scheiben vom Kräuterseitling verwendet:



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