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Warum esse ich zu wenig Kartoffeln oder wie lagere ich das Ackergold richtig - Mit ein paar Kniffen können Kartoffeln auch ohne kalten Keller zufriedenstellend gelagert werden

Wer wie ich versucht jeden Tag frisch zu kochen, der stößt auch immer wieder auf unterschiedlichste Probleme, die es gilt zu umschiffen. Neben Verdauungsproblemen und Unverträglichkeiten macht mir vor allem die Lagerung von frischen Lebensmitteln für unseren kleinen 2-Personen Haushalt immer wieder Probleme. Entweder gibt es das gesuchte Obst oder Gemüse im Geschäft nur in viel zu großen Abpackungen oder der eigene Konsum ist zu gering,
Wollt Ihr Kartoffeln lagern, müsst Ihr Euch neben der Temperatur, dem Licht und der Lagernachbarn auch darauf achten, dass sie nach Möglichkeit nicht gewaschen sind.
Wollt Ihr Kartoffeln lagern, müsst Ihr Euch neben der Temperatur, dem Licht und der Lagernachbarn auch darauf achten, dass sie nicht gewaschen sind.
um auch der kleinsten Verpackungseinheit gerecht zu werden.

Man muss aber dennoch nicht jeden Tag auf den Markt oder ins Geschäft laufen. Mit ein paar Tricks kan man sich behelfen und zumindest teilweise das Problem der Lagerung in den Griff bekommen. Das gleiche gilt für Lebensmittel, die uns auf den Magen schlagen. Nur weil uns etwas nicht bekommt, sollte nicht direkt auf eine Unverträglichkeit geschlossen werden. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten im Ablauf, die alle Probleme aus der Welt schaffen können.
Ich stelle Euch von nun an immer wieder die Tricks vor, welche mir im Küchenealltag das Leben leichter machen und sich somit bewährt haben. Den Anfang macht die richtige Lagerung von Kartoffeln in einem heutzutage üblichen Haushalt ohne kalten Keller.

Wie lagert man Kartofeln am besten?

Grundsätzlich lassen sich Kartoffeln hervorragend lagern! Sind der Garten ausreichend groß und die Lagermöglichkeiten optimal, kann man das Ackergoild ohne Probleme den ganzen Winter lagern und gut monatelang von der eigenen Ernte leben. Wenn Ihr genauso wie wir regelmäßig Kartoffeln im Supermarkt kauft, habt Ihr sicherlich festgestellt, dass die Kartoffel sehr schnell zu keimen beginnt bzw. grün wird. Das liegt einerseits daran, dass die übliche Verpackungseinheit hierzulande 2 - 2,5kg ist. Für uns als 2-Personen Haushalt, der vielleicht ein Mal in der Woche Kartoffeln isst, kann ein 2kg Sack schon mal 3 Wochen reichen. In der Regel machen das die Kartoffeln aus dem Supermarkt aber nie mit. Das ist sehr ärgerlich, vor allem weil man am Ende ein wertvolles Lebensmittel wegschmeißt.

Eine Lösung ist sicherlich, kleinere Abpackungen zu kaufen. Bei Bio-Kartoffeln hat sich der 1,5kg Sack langsam durchgesetzt. Das ist eine gute Option. Auch lose Ware ist immer wieder in den Supermärkten zu finden. Diese versuche ich aber zu meiden, weil bei uns leider viel zu oft nur Kartoffeln aus Afrika als lose Ware zu bekommen sind. Diese sind zusätzlich oftmals bahndelt, damit sie sich länger halten. Soweit es irgendwie möglich ist, kaufe ich nur einheimische Kartoffeln.
Optimal ist in dem Fall der Einkauf auf dem Markt oder direkt beim Erzeuger. Beim regionalen Bauern gibt es meistens die eigene Ernte in den Mengen, wie man sie aktuell benötigt. Besser geht es eigentlich nicht. Wenn man aber nicht das Glück hat wie ich regelmäßig am Markt vorbeizukommen, muss man sich zu helfen wissen. Hier kommt wieder die Lagerung der Kartoffel ins Spiel. Wenn Ihr die richtigen Lagerbedingungen schafft und beim Kauf auf die richtige Kartoffel (!!!) achtet, könnt Ihr erstaunliche Lagererfolge erzeilen.
Damit schafft Ihr die Grundlage für eine lückenlose Kartoffelversorgung bei minimalem Aufwand. Beste Vorraussetzungen falls Ihr den Tag spontan zum Beispiel mit einem schönen Steak und hausgemachtem Kartoffelgratin beschließen sollt.

Prinzipiell müsst Ihr wissen, das Kartoffeln es kalt und dunkel mögen. Mit kalt sind Temperaturen gemeint, welche wir im Haushalt nie akzeptieren würden. 4 - 8 Grad Celsius sind optimal für die Knolle. Entweder lagert man die sie in der Übergangszeit auf der Terrasse bzw. Balkon oder hat einen kalten Keller. Wenn sie dort auch noch trocken und dunkel liegen dürfen, halten sie sich Wochen oder gar Monate. Im Winter und Sommer ist die Terrasse oder Balkon keine Option mehr. Wird es zu kalt, wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um und der Geschmack der Kartoffel leidet darunter. Bekommt die Kartoffel Frost wird sie beim Kochen glasig und hat einen stark veränderten Geschmack. Beides sollte man unbedingt vermeiden. Umgekehet mag sie sonniges sommerliches Wetter ebenso wenig, weil sie dann sehr schnell zu Keimen beginnt.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass die meisten von uns keinen richtig kalten Keller mehr haben, könnt Ihr Euch dennoch ein paar Tricks zu Nutze machen. Um die Kartoffel dunkel und trocken zu lagern, ist eine dicke braune Papiertüte optimal. Mittlerweile gibt es diese schon als Transporthilfe in vielen Supermärkten zu kaufen. Einfach mal ein oder zwei dort mitgenommen und Ihr habt ein optimales Kartoffelhotel für die nächsten Monate. Wenn die Kartoffeln in der Tüte sind, wird das obere Ende einfach kräftig umgeknickt. Die Tüte wird nicht mit einem Klip oder Klebestreifen fest verschlossen! Somit steht sie einen Spalt weit offen. Allerdings ist die Öffnung in einem mehr oder weniger steilen Winkel um die Ecke "geknickt" worden.
Kartoffeln richtig lagern - Gewaschen oder naturbelassen, das ist hier eine der entscheidenden Fragen!
Kartoffeln richtig lagern - Gewaschen oder nicht gewaschen, das ist hier eine der entscheidenden Fragen!
Auf diese Weise kann noch Luft zirkulieren und es sammelt sich keine Feuchtigkeit zwischen den Kartoffeln. Weil das Licht in der Regel nicht von alleine um die Ecke wandert, sind die Kartoffeln keinem direkten Licht mehr ausgesetzt.

Neben den bereits genannten Bedingungen müsst Ihr aber penibel darauf achten, mit welchem anderen Gemüse oder Obst Ihr die Kartoffel in einem Raum lagert. Auch Kartoffeln sind empfänglich für das Reifegas Ethylen. Lagert Ihr sie also zum Beispiel mit Zwiebeln oder Äpfeln, altern sie deutlich schneller. Das von denn beispielhaft genannten Lagernachbarn abgesonderte Ethylen führt bei Kartoffeln zu einer schnellen Alterung, was sich wiederum auf die Lagereigenschaften und den geschmack sehr negativ auswirkt.
Hier findet Ihr eine hilfreiche Aufstellung, welche Obstsorten viel Ethylen abgeben und somit für die Lagerung zusammen mit Kartoffeln nicht geeignet sind.

Die Tüten werden mit Ihrem Inhalt an den kältesten Ort gestellt, den Ihr im Haushalt habt. Bei uns ist es der Vorratskeller, der ca. 18 Grad Celsius hat. Im Winter ist es dort etwas kälter.
Sollen sich die Kartoffeln nun aber problemlos 2-3 Wochen dort halten, gilt es eine wichtige Sache zu berücksichtigen: Kauft immer wenn es geht Kartoffeln, die nicht gewaschen sind! Im Supermarkt sind fast alle Sorten schön sauber herausgeputzt. Diese eignen sich nur sehr bedingt bis überhaupt nicht für die Lagerung. Wenn noch eine dünne Erd-/Dreckschicht oder dickere Erdbrocken an der Schale haften, dies sind wichtige Indikatoren für ein ungewaschene Kartoffel, halten sie sich um ein vielfaches länger! Auf dem Markt bekommt Ihr in der Regel nur ungewaschene Kartoffeln. Wenn Ihr darauf achtet und die oberen Tipps ebenso beherzigt, könnt auch Ihr Kartoffeln je nach Tempratur ohne kalten Keller gut 2-3 Wochen lagern. Wenn Ihr Glük habt sogar länger.

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