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Der Ananasrenette - Was haben Apfel und Ananas gemeinsam

Apfel Ananasrenette - Gelber, mittelgroß bis kleiner Apfel mit Ananasgeruch und fast mehliger Konsistenz
Der Ananasrenette ist eine alte Sorte, die Ihrem Namen durchaus alle Ehre macht
Beim mittlerweile schon fast obligatorischen Schlendern über den Markt ist mir bei meinem Obsthändler des Vertrauens ein Apfel mit einem sehr eigenwilligen Namen in die Hände gefallen. Er hört auf den nicht alltäglichen Namen "Ananasrenette", auch wenn er auf den ersten Blick mit einer Ananas nichts zu tun hat.
Der Ananasrenette ist eine alte Sorte, die bereits seit dem 19. Jahrhundert angebaut wird. Im ausgereiften Zustand handelt es sich um einen eher kleinen gelben Apfel, der das Aroma von Ananas in sich tragen soll. Allein dies war für mich Grund genug, ihn ausgiebig auf Schale und Fruchtfleisch zu testen, in der Hoffnung die Ananas im Apfel zu finden.

Ich fand den Namen dieser Apfelsorte schon etwas putzig, als ich ihn auf dem Schild am Obststand las. Das hat mich aber nicht abgeschreckt und kurze Zeit danach lagen ein paar Exemplare in der heimischen Küche. Der Ananasrenette war der dritte Kandidat im Apfel-Review. Ob er mich überzeugen kann, wo mich der Wellant zuvor doch so sehr in seinen Bann gezogen hat?
Alle Kandodaten des Apfel-Reviews findet Ihr hier.

Der Ananasrenette ist mittelgroß bis klein und im ausgereiften Zustand hat er eine gelbe Farbe. Eine Rotfärbung wird man bei dieser Sorte vergebens suchen. Das gelbe Äußere ist gespickt von kleinen Punkten, die teilweise von einem leicht grünlichen Schimmer umgeben sind. In dieser Hinsicht ist das Äußere schon mal außergewöhnlich, bis weilen sogar leicht rustikal.
Apfel Ananasrenette - Gelber, mittelgroß bis kleiner Apfel mit Ananasgeruch und fast mehliger Konsistenz - Größenbestimmung
Das Massband soll die größe des Ananasrenette verdeutlichen
Beim Verzehr ist das Fruchtfleisch gelblich wie bei einem Apfel üblich. Es geht gerade noch als bißfest durch, ist aber hinsichtlich der Konsistenz kurz vor mehlig. Vor allem wenn man ihn ein paar Tage zu Hause bei Zimmertemperatur liegen lässt, wird er sehr schnell mehlig. Die Schale gehört wie das Fruchtfleisch zu der leicht festen Gattung. Wird der Ananasrenette wie eben bereits erwähnt bei Zimmertemperatur gelagert wechselt die Farbe ins tiefgelbe. Wenn die Schale diese tiefgelbe Färbung aufweist, dann ist das Fruchtfleisch des Ananasrenettes bereits mehlig.

Der Geschmack ist anfänglich recht säuerlich, aber je länger man kaut, desto süßer wird das Aroma. Die anfängliche Säure war für meine Frau aber Grund genug, diese Sorte aus ihren Apfel-Repertoire auszuschließen. Insgesamt würde ich ihn als leicht säuerlich einstufen.
Apfel Ananasrenette - Gelber, mittelgroß bis kleiner Apfel mit Ananasgeruch und fast mehliger Konsistenz
Der Ananasrenette in der Nahaufnahme
Die Saftigkeit ist in Ordnung, aber nicht sehr stark ausgeprägt. Insgesamt hat der Ananasrenette aber ein gutes Aroma, nicht zu flach und eintönig, kann aber dennoch nicht mit dem Wellant mithalten.

Nun komme ich aber zur Auflösung des Rätsels mit dem Namen dieser Apfelsorte. Geschmacklich erinnert bei dem Apfelrenette leider rein gar nichts an eine Ananas - zumindest nach meinem Geschmackssinn. Allerdings hat er einen süßlichen Geruch, welcher durchaus an eine Ananas erinnert. Riecht man an ihm, kann man dieses Aroma intensiv wahrnehmen. Somit macht der Name auch wieder Sinn und der Ananasrenette macht seinem Namen alle Ehre.


Süße
Säure
Geschmack
Saftigkeit
Fruchtfleisch
Schale
Gesamteindruck

  • Sehr angenehmer Geruch nach Ananas
  • Schale nicht sehr fest
  • Gutes Aroma
  • Fruchtfleisch fast schon etwas zu weich für Freunde von knackigen Äpfeln
  • Anfangs etwas sehr säuerlich
  • Neigt dazu schnell mehlig zu werden
  • Bei der Verarbeitung z. Bsp. im Apfelmuß muss etwas mehr Zucker beigegeben werden. Durch seine fast mehlige Konsistenz und nicht sehr ausgeprägte Saftigkeit setzt er kaum Flüssigkeit frei und zerfällt relativ schnell

Weiterführende Links zu dieser Apfelsorte:


Kommentare

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Bernhard am :

BernhardIch komme zum selben Urteil: Er riecht zwar nach Ananas, aber im Geschmack merkt man leider nichts mehr davon. Auch sonst fand ich diese Sorte nicht so klasse, zu mehlig und trocken. Insgesamt enttäuschend.

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