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Teigroller aus Marmor - Ein gewichtiger Grund sich die Arbeit in der Küche zu erleichtern

Es gibt genau 2 Situationen, in denen bei mir der Drang entsteht ein neues Werkzeug für die Küche besitzen zu müssen:
  • Ich sehe ein Zubehör/Werkzeug in Aktion und bin von der Funktion überzeugt
  • Ich quäle mich in der Küche und suche nach Abhilfe, weil ich mir denke, daß es dafür doch etwas von "Ratiopharm" geben müsse
Vor 3 Wochen hat sich die zweite Situation bei mir ergeben. Ich habe einen Pizzateig für das Abendessen ausrollen wollen. Einerseits wollte er nicht so ganz wie ich, was bei mir in der Küche nicht unbedingt unüblich ist, aber es war auch relativ aufwendig den Pizzateig erstmal in die gewünschte Form zu bekommen. Einerseits musste ich relativ viel Kraft aufwenden, um aus dem Teigbrocken und großen flächigen Teig zu machen, andererseits war er am Ende das Gegenteil von gleichmäßig dick.

Kuchenzubehör - Teigroller aus Marmor in der Nahaufnahme
Dr Teigroller aus Amrmor ist der neue Testkandidat in unserer Küche
Keine 2 Tage später war ich bereits auf der Suche nach Küchenuntensilien, die mir das Leben leichter machen sollten. Speziell habe ich nach schweren massiven Küchenrollen gesucht, die mir das Ausrollen eines Teiges erleichtern. Dabei habe ich festgestellt, daß es reichlich kurioses Küchenzubehör gibt - Sachen, welche die Menschheit definitiv nicht braucht!
Unter vielen unbrauchbaren und altbekannten Dingen fand ich aber diesen Teigroller aus Marmor*, welcher auf den ersten Blick einen vielversprechenden Eindruck gemacht hat. Nach langem hin und her überlegen rang ich mich zu dem Kauf durch und kurze Zeit danach lag er bei mir in der Küche.

Dieser Teigroller ist komplett aus Marmor gefertigt, was sich natürlich auf die Handhabung auswirkt. Es gibt keine Griffe links und rechts am Ende, die man umfassen kann, um den Teig auszurollen. Hier musste ich mich ein wenig umgewöhnen. Des weiteren war ich über das Gewicht ein wenig erschrocken. Marmor sagt zwar schon, daß es sich nicht um ein Leichtgewicht handeln kann, dennoch unterschätze ich das Gewicht solcher Gegenstände immer wieder. Mit diesem Teigroller hat man die gewichtigen Argumente zukünftig jedenfalls auf seiner Seite!

1) Lieferumfang

Neben dem Teigroller aus Marmor* befindet sich in der Verpackung noch eine Ablage aus Marmor. Diese Ablage ist sehr hilfreich, wenn man den Teigroller auf der Arbeitsplatte gerade nicht benötigt und beiseite legen möchte. Ohne diese Ablage würde es bestimmt nicht lange dauern und der Teigroller rollt von der Arbeitsplatte und landet auf dem Fuß oder auf den Küchenfliesen. Beides sollte man unbedingt vermeiden, weil der Teigroller ganze 1,5 kg auf die Waage bringt - das bekommt dem Fuß und den Fliesen definitiv nicht gut!

Hinzu kommt noch eine kurze Anleitung, welche die Verwendung und Pflege des Teigrollers kurz erläutert. Ansonsten befindet sich in der Verpackung reichlich Schaumstoff, damit das Werkzeug definitiv in einem Stück den Kunden erreicht.


2) Die Anwendung des Teigrollers

Kuchenzubehör - Teigroller aus Marmor, ein sehr guter Teigroller mit leichten Schwächen
Der Teigroller aus Marmor wird mit einer Auflage geliefert, welche ebenfalls aus Marmor ist
Prinzipiell funktioniert dieser Teigroller genauso wie jeder andere. Er wird mit Druck über den auszuwalzenden Teig gerollt und dieser wird somit flacher und in die Breite getrieben. Dies ist schließlich der Sinn eines Teigrollers. Auch wenn es sich um einen etwas speziell anmutenden Teigroller handelt, vor allem wegen des Materials, darf man von ihm keine Weltraumtechnik erwarten. Er ist und bleibt ein simpler Teigroller.

Dennoch hat er ein paar, wie ich finde, interessante Eigenschaften. Eine ist sein Gewicht von 1,5 kg. Allein schon durch das Gewicht erleichtert er das Ausrollen eines Teiges sehr. Weiche Teige können fast ohne Kraft ausgerollt werden, festere Teige bedürfen eines deutlich geringeren Kraftaufwandes.

Weil er aus Stein ist kann man sich auch dessen Eigenschaften zu Nutze machen. Wenn der Teigroller im Kühlschrank gelagert wird, kühlt er auf Kühlschranktemperatur ab und hält diese Temperatur eine Weile. Das wirkt sich bei z. Bsp. Mürbeteigen positiv aus, weil er diese beim Auswalzen nicht so schnell erwärmt. Erwartet aber bitte keine Wunder! Er ist zwar aus dem Kühlschrank kalt, aber wenn man ihn intensiv benutzt, kommt er durch den ständig Kontakt mit den Händen relativ zügig wieder auf Temperatur. Ein kleiner Vorteil gegenüber herkömmlichen Teigrollern, aber jetzt nichts was ihn zur Wunderwaffe macht.

Ein nicht zu unterschätzender Effekt ist die Tatsache, daß er keine Griffe hat. Normalerweise ist man als Benutzer eines Teigrollers versucht, diesen an den Griffen anzufassen und darüber Druck auf den Teig auszuwirken. Das funktioniert nicht immer optimal. Weil die Griffe meist mit einer kleinen leichten "Welle" verbunden sind, welche nicht besonders dick bzw. massiv ist, wird der Druck nicht gleichmäßig auf die ganze Rolle übertragen. Somit kann es bei festen Teigen passieren, dass sie in der Mitte der Rolle etwas dicker bleiben als auf der Außenseite, wo sich die Griffe befinden.
Weil dieser Teigroller keine Griffe hat, muß man die Handflächen direkt auf die Rolle legen und Druck ausüben. Das ist für die Druckverteilung deutlich besser. Somit zwingt dieser Teigroller den Bediener zu einer erfolgversprechenderen Arbeitsweise.

3) Der Teigroller bei der Arbeit

Meine Arbeitsergebnisse waren allesamt sehr gut. Die Teige ließen sich sehr gut und deutlich einfacher ausrollen und sie waren sehr gleichmäßig flach. Allerdings wirkt sich das Gewicht negativ auf die Ränder des Teiges aus. Weil der Teigroller ein so großes Eigengewicht hat, werden die Ränder des Teiges sehr platt gedrückt, wenn man mit ihm direkt über den Rand hinaus rollt. Das lässt sich auch nur bedingt verhindern, denn wenn nicht bis zum letzten Stück des Randes ausgewalzt wird, wird der Teig am Rand zu dick. Diese Eigenschaft ist etwas unschön und dort hat das klassische Nudelholz aus Holz die Nase vorn.

Des weiteren muß man darauf achten, daß man gleichmäßig und bis zum Ende ausrollt. Wenn man es vom alten Nudelholz gewohnt war mitten im Teig abzusetzen und neu anzusetzen, hat man mit diesem Teigroller wegen des großen Eigengewichtes bereits eine Kuhle im Teig. Das muß man mit ins Kalkül ziehen und ggf. seine Arbeitsweise an das neue Arbeitsgerät anpassen.

Die Pflege ist deutlich einfacher als bei dem klassischen Werkzeug aus Holz. Ein Lappen mit Wasser und Spüli reicht und der Teigroller inkl. Unterlage ist im Handumdrehen wieder sauber. Anschließend noch abtrocknen und der Teigroller kann direkt wieder in den Schrank. Das ist ein deutlicher Pluspunkt.

Auch wenn es sich beim Material nicht um Holz oder Plastik handelt, erhofft Euch bitte keine riesigen Vorteile bei der Handhabung bzgl. des Bemehlens. Auch hier muss ein klebriger Teig ausreichend bemehlt werden, damit er nicht an der Rolle haftet. Weil der Teigroller materialbedingt seht glatt ist, lässt er sich schlecht bemehlen, so daß man hier eher den Teig ausreichend bemehlen sollte.

4) Mein Fazit

Kuchenzubehör - Teigroller aus Marmor, ein sehr guter Teigroller mit leichten Schwächen
Der teigroller aus Marmor kann überzeugen, auch wenn er kleine Schwächen aufweist
Alles in allem macht der Teigroller aus Marmor* einen sehr guten und grundsoliden Eindruck.

Er erleichtert die Arbeit durch sein großes Eigengewicht. Es erfordert dadurch aber auch ein anderes Arbeiten als mit dem klassischen Nudelholz. Die Tatsache, daß man ihn kühlen bzw. erwärmen kann, macht ihn für manche Teige zu einem optimalen Partner.

Alles in allem macht er für seinen Preis einen sehr guten Job und ich empfehle den Teigroller mit kleinen Einschränkungen (schlechteres Bearbeiten von Teigrändern, Teigroller kann nur sehr schlecht selber bemehlt werden) weiter. Wer aber mit seinem klassischen Werkzeug vollauf zufrieden ist, wird keinen sinnvollen Grund finden, genau auf diesen Teigroller umstellen zu müssen. Auch er rollt am Ende nur Teig aus, mehr nicht.

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Kommentare

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Adele am :

AdeleMeine Großmutter hatte seit je her einen Teigroller aus Marmor, ich war ihn also von klein auf gewohnt (hab natürlich fleißig beim Keksteig ausrollen geholfen ;)) und war dementsprechend überrascht als ich zum ersten Mal mit ca. 20 einen "modernen" aus Kunststoff in der Hand hatte. Da hat man ja gleich die doppelte und dreifache Arbeit... Der muss einfach aus Marmor sein! :)

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