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Der Falstaff - Ein unauffälliger Apfel der so nebenbei gegessen wird

Den Anfang im neuen Jahr macht ein neues Kapitel des Apfel-Reviews. Diesen Artikel habe ich schon seit einer Weile schreiben wollen, bin aber immer wieder nicht so recht dazu gekommen. Nun ist es aber soweit.
Die Apfelsorte Falstaff - Ein unauffälliger Apfel für jedermann in der Nahaufnahme
Die noch junge Apfelsorte Falstaff gehört zu den Sorte, welche eher unaufföllig sind und mit denen viele Leute sicher etwas anfangen können
Wir beginnen das neue Jahr mit dem Falstaff. Mit dem Falstaff habe ich einen gediegenen und unauffälligen Apfel auf dem Küchentisch liegen. Er hat keine nennenswerten Ecken oder Kanten, und verhält sich eher so wie man es dem zweiten oder dritten Kind nachsagt: Er läuft einfach so mit!

Bei dem Falstaff handelt es sich um eine Kreuzung aus "James Grieve" und "Golden Delicious". Er ist eine der jüngeren Sorten, die es erst seit 1983 gibt. Als Lagerapfel ist er auch im Winter beim gutsortierten Obsthändler durchaus zu bekommen. Allerdings ist er etwas empfindlicher als viele andere Sorten, so daß Druckstellen bei ihm leider nicht ausbleiben. Geschmacklich spricht er eine breite Masse an, weil er sich eher so im Mainstream bewegt - Geschmackvoll, nicht zu süß oder zu sauer, rundum wohlschmeckend.

Aber nicht nur Falstaff wurde von mir begutachtet und musste das gleich folgende Prozedere durchlaufen. Mit der Zeit kommt da einiges zusammen. Alle jemals von mir getesteten Apfelsorten findet Ihr in dieser Übersicht.

Der Geschmack, Süße und Säure, Saftigkeit

Die Apfelsorte Falstaff - Ein unauffälliger Apfel für jedermann in der Nahaufnahme mit Größenangaben
Eim Maßband soll die Größe des Falstaff verdeutlichen
Geschmacklich ist er eher im Mittelfeld einzuordnen. Er hat keine besonderen Aromen, die ihn nach oben hervorstechen lassen, er ist nicht ausserordentlich sauer, nicht übermäßig süß. Somit rund im Geschmack ohne Auffälligkeiten im positiven oder negativen Sinne. Das Verhältnis von Süße und Säure ist gut austariert, auch wenn er leicht ins süßliche geht. Insgesamt stimmt das Geschmacksbild.
Er ist außerdem angenehm saftig, was das Geschmacksbild entsprechend abrundet. Bei dem Falstaff braucht niemand Angst zu haben, daß der Saft beim Reinbeißen die Kleidung versaut.

Schale und Fruchtfleisch

Wenn man den Falstaff frisch erwirbt ist er ein Zwischending zwischen bissfest und mehlig. Für mich als ausgesprochener Fan der bissfesten Äpfel aber noch völlig in Ordnung. Die Schale ist passend dazu angenehm weich, wenn gleich man durchaus spürt und schmeckt, daß eine Schalte vorhanden ist. Somit würde ich diesen Apfel sowohl den Anhängern der mehligen als auch der bissfesten Fraktion ans Herz legen.

Lagerung des Falstaff

Auch nach 2 Wochen Lagerung in der warmen Küche ist der Falstaff gut zu essen. Er behält seine Form, die Schale wird nicht schrumpelig und er bleibt somit weiterhin ansehnlich.
Allerdings wird das Fruchtfleisch und die Schale mit der Lagerung noch weicher, wenn gleich ich ihn dann immer noch nicht zu den mehligen Äpfeln zählen würde. Für machen Apfelgeniesser dürfte daß dann aber schon zu weich sein, so daß der Falstaff in dem Fall besser frisch gekauft verzehrt werden sollte.
Wie bereits erwähnt sollte man ihn pfleglich behandeln, weil er eher zu Druckstellen neigt als die anderen Äpfel, welche ich hier bereits vorgestellt habe. So kann es bei ihm sehr schnell passieren, daß er bereits beim Kauf Druckstellen hat, was sich bei dem Falstaff sicher nur sehr schwer vermeiden lässt.

Mein Fazit

Die Apfelsorte Falstaff - Ein unauffälliger Apfel für jedermann in der Nahaufnahme
Der Falstaff in der Nahaufnahme
Alles in allem ein guter und solider Apfel, der sicherlich vielen Leuten schmeckt. Da ich im Rahmen des Apfel-Reviews eher nach den Überraschungen unter den vielen Apfelsorten suche, die etwas haben was die Augen öffnet oder den Gaumen überrascht, rangiert er für mich nur im Mittelfeld. Von daher bitte die Wertung bitte unter diesem Gesichtspunkt sehen, denn am Ende zählt immer die eigene Erwartung bzw. der persönlichen Geschmack.Für mäkelige Apfelesser, die einen perfekten Apfel suchen und nach 1 Woche immer noch dasselbe Genusserlebnis erwarten, was sie direkt nach dem Kauf hatten, ist der Falstaff sicher nicht die richtige Wahl - es sei denn er wird immer frisch gekauft und innerhalb kurzer Zeit verzehrt.

Süße
Säure
Geschmack
Saftigkeit
Fruchtfleisch
Schale
Gesamteindruck

  • Ausgewogener Geschmack und für viele Leute geeignet
  • Auch zu Hause bei warmer Lagerung über 1-2 Wochen noch empfehlenswert
  • Empfindlich für Druckstellen
  • Geschmacklich fällt er weder besonders positiv oder negativ auf
  • Er ist weder richtig bissfest, noch mehlig - er liegt irgendwo dazwischen

Weiterführende Links zu dieser Apfelsorte:


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