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AW-106 oder Sapora - Ein Neuling buhlt um unsere Gunst

Aktuell strukturiere ich unter der Haube dieses Blogs wieder einiges um, so daß die Seite für Euch noch schneller antwortet und so schlank wie möglich ist. Das soll allen Besuchern vor allem dann zu Gute kommen, wenn diese Seite über ein Smartphone oder Tablet unterwegs genutzt wird.
Vor lauter rumschrauben vergessen ich dabei fast die Beiträge abzuarbeiten, die bei mir auf dem Tisch liegen.

Apfelsorte AW-106 Sapora - Sehr knackig, sehr bissfest, sehr saftig - Im Körbchen kommen sie sehr gut zur Geltung
Die Apfelsorte Sapora im Körbchen
Bereits vor 2,5 Wochen habe ich mir die heute hier vorgestellte Apfelsorte auf dem Markt gekauft. Diesmal war es Ihr Name, der mein Interesse geweckt hat: AW-106.
Was aussieht wie die Serien-Bezeichnung eines technischen Produktes, ist in der Tat ein Apfel. Es ist eine sehr junge Neuzüchtung, welche anfangs diese Bezeichnung mit sich führte und ist eine Kreuzung aus "Rubinette" und "Fuji". Mittlerweile hat der AW-106 sogar einen Markennamen bekommen, der deutlich eingängiger für unsere Konsumentenohren klingt: Sapora.

Der Apfel wurde mit "süß" und "besonders saftig" angepriesen. Anpreisen kann man viel, aber erst wenn er in meiner Küche auf Schale und Kerngehäuse getestet wurde, steht fest ob er dieses Versprechen auch hält.

Normalerweise reizt mich dieser Apfel rein äusserlich überhaupt nicht, weil er zu den grünen Apfelsorten gehört. Es kann passieren, dass er auf einer Seite ganz leicht ins rötliche geht, das ist dann aber schon das Höchste der Gefühle. Ich bin in Sachen Optik eher der rot-gelb oder rot-grün Käufer.
Sein Glück war der außergewöhnliche Name, sonst wäre er wohl nicht in der Tüte gelandet.
In dieser schönen Übersicht habe ich alle Apfelsorten zusammengestellt, die sich jemals in meiner Testtüte befunden haben.

Der Geschmack, Süße und Säure, Saftigkeit

Der AW-106 (Sapora) ist in der Tat sehr saftig. So saftig sogar, daß ein Taschentuch zur Hand sein sollte, wenn man dem Sapora an die Schale gehen möchte. Dieses Versprechen kann er somit voll und ganz erfüllen.

Das Süße-Säure Verhältnis des Sapora geht in Ordnung, wenn auch er leicht ins säuerliche tendiert. Alles in allem würde ich ihn deswegen nicht bei den säuerlichen Äpfeln einstufen. Für mich als Fan der süßeren Varianten war dieses Verhältnis absolut in Ordnung.

Was den Geschmack insgesamt angeht, fällt er aber sehr stark ab. Abgesehen von der leichten Süße und der etwas stärkeren Säure hat er geschmacklich kaum etwas zu bieten. Der Geschmack ist sehr flach und hat kaum Aroma. Wir fanden ihn geschmacklich kurz vor nichts sagend. Wir haben ein halbes Dutzend Äpfel durchprobiert, aber es war kein Ausreißer nach oben festzustellen. Sie waren alle gleich.

Schale und Fruchtfleisch

Apfelsorte AW-106 Sapora - Sehr knackig, sehr bissfest, sehr saftig - Nahaufnahme
Da hat sich ein Apfel der Sorte Sapora wohl etwas verirrt
Die Schale des Sapora ist sehr fest und dadurch bedingt sehr knackig. Das trifft unseren Geschmack schon eher. Sie dürfte auch nicht fester sein, dann wäre sie nahezu hart. Das Fruchtfleisch macht es der Schale gleich und ist sehr bissfest. Insgesamt erinnert er mich an eine Zahnpastawerbung, in der ein grüner Apfel ebenfalls die Hauptrolle spielt. Erinnert Ihr Euch? Kraftvoll zubeißen und so?

Lagerung

Lagern lässt er sich allerdings hervorragend. Auch nach 2 Wochen ist er optisch noch wie am ersten Tag. Keine Falten, nichts dergleichen!
Er neigt nur etwas zu Druckstellen, die allerdings lokal eng begrenzt bleiben. Sie wachsen sich unter der Schale nicht direkt aus, so daß der ganze Apfel am Ende nicht mehr genießbar ist.
Apfelsorte AW-106 Sapora - Sehr knackig, sehr bissfest, sehr saftig - Im Körbchen kommen sie sehr gut zur Geltung Nahaufnahme
Eine Nahaufnahme der neuen Apfelsorte Sapora
Das Thema Lagerung beherrscht er insgesamt hervorragend! Dafür aussprechende Anerkennung!

Mein Fazit

Insgesamt hat diese Neuzüchtung sehr großes Potential, wenn nicht der flache Geschmack und das kaum ausgeprägte Aroma wären. Das macht leider alles zu Nichte, so daß er für uns glatt durchgefallen ist. Ein Apfel der nach fast nichts schmeckt macht leider keinen Spaß.
In den anderen Disziplinen leistet er sich keine Schwächen, so daß ich im Rückblick den Geschmack für diese Sorte doppelt ärgerlich finde. Aber so spielt halt die Natur.

Süße
Säure
Geschmack
Saftigkeit
Fruchtfleisch
Schale
Gesamteindruck

  • Sehr saftig
  • Sehr bissfest
  • Auch nach längerer Lagerung in der Küche sieht er aus wie am ersten Tag
  • Der Geschmack ist sehr fade und kaum Aroma
  • Für uns ist dieser Apfel auf Grund seines sehr schwachen Geschmacks glatt durchgefallen
  • Wenn das Geschmacksproblem nicht wäre, könnte man ihn als hervorragenden Apfel bezeichnen

Weiterführende Links zu der Apfelsorte Sapora:


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